Serie (3): Unternehmensprojekte an der Karls – ZDF

Facebook, Google+, Twitter, Instagram – Social Media spielt nicht nur im Privatleben eine immer größere Rolle, auch Firmen nutzen diese Kanäle für die Selbstvermarktung.

Das ZDF füttert zum Beispiel gleich mehrere Facebook-Seiten für verschiedene Kanäle – und verteilt noch einmal Neuigkeiten für verschiedene Sendungen auf eigenen Seiten. “Das ist zu viel”, fanden Isabella Blatter, Katharina Denisova, Alexa Walbrodt, Judith Weber und Sandro Guilio Stroh. Das Projektteam der Karlshochschule hatte den Auftrag, ein Dachmarkenkonzept für den Social Media Auftritt des Senders zu entwickeln, und zudem eine Empfehlung für Google+ abzugeben.

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Deshalb haben sich die fünf zunächst einmal gefragt, wofür das ZDF eigentlich steht: “Mit dem Zweiten sieht man besser” – oder nicht? Zumindest nicht dann, wenn zu viele Kanäle die Wahrnehmung zerstreuen und die Qualität mindern. Das Projektteam rät dem Fernsehsender deshalb, viele Facebookseiten zu einer zu verschmelzen und die Kanäle so drastisch zu reduzieren. Konkret: Die Senderseiten ZDF Neo und ZDF Info werden zur Dachmarkenseite ZDF.

Ähnliches gilt für Posts: Weniger ist manchmal mehr. “Wir sehen da Qualität vor Quantität und empfehlen einen Content-Kalender”, erklären die Studierenden. Eine “Abmahnung” bekommt der Sender außerdem für fehlende Kommunikation mit Nutzern: Oft werden Kommentare extrem spät oder gar nicht beantwortet.

ZDF klein

Die Strategie heißt also Content und Target Marketing, anbieten würden sich zudem Allianzen, also Sharing mit anderen Seiten. Als Beispiel-Zielgruppe hat das Team stereotype “Brigitte”-Leser zwischen 30 und 45 Jahren identifiziert. “Brigitte” könnte Posts des ZDF teilen und so das Interesse seiner Leser auf ZDF-Inhalte lenken – selbst, wenn die Leser eigentlich nichts mit dem ZDF am Hut haben.

Google+ Empfehlung

Skeptisch äußert sich das Team zum Google+ Kanal des Senders: Im Gegensatz zu Facebook, das als rein private Community agiert, positioniert sich Google+ zwischen Privatleben und Beruf – und spricht damit keine Community so richtig an. “Unsere Recherche hatte bestätigt, dass die durchschnittliche Resonanz zu ZDF-Posts auf Google+ weitaus geringer ist als bei Facebook”, so das Team. Ein Marketing Experte von Nike habe von der weiteren Nutzung abgeraten, das Netzwerk sei “tot”. “Deshalb haben wir empfohlen Google+ zu schließen und nur seiner Hangout Funktion wegen zu nutzen.”

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