Wir können nicht alle Helden sein, weil ja irgendeiner am Bordstein stehen und klatschen muß, wenn sie vorüberschreiten.

Am Ende gewinnt immer der Held. So ist das doch eigentlich in Märchen, oder nicht? Auf dem Heldenmarkt werden keine Helden verkauft, sondern jeder kann ein eigener Held sein. „Markt“ steht eigentlich auch für „Marktplatz“. Die Rede ist von einer Messe für nachhaltigen Konsum. Hier findet man vieles, was schon Prinz Eisenherz begeistert hätte. Veranstaltet in einem großen und modernen Fachwerkhaus gab es von einer handgestrickten Wollmütze über griechische Bio-Oliven bis zu einem nachhaltigen Bankkonto alles. Auch für ausreichend Bio-Wein und Bio-Kaffee war gesorgt. Probieren ausdrücklich erlaubt! Dieses Jahr kamen insgesamt 4200 Heldinnen und Helden sowie 86 Aussteller (eig. auch Helden) nach Stuttgart-Fellbach. Einer dieser Aussteller war die bettervest GmbH. Mit im Team dieses innovativen Unternehmens ist Julien Schröder-Gianoncelli von der Karlshochschule. Bettervest ist die erste Crowdfunding-Plattform, über die Bürger gemeinschaftlich Geldbeträge ab 50€ in Energieeffizienz-Projekte etablierter Unternehmen, Vereine & Kommunen investieren können und im Gegenzug finanziell an den Einsparungen beteiligt werden. Mit den Projektgeldern werden nur sinnvolle Energieeffizienz-Maßnahmen umgesetzt, die von Energieberatern konzipiert sind und nachweislich zu hohen Kosten-, Energie- & CO2-Einsparungen führen.

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Ob sich Batman oder Edward Snowden auch mit vegetarischem Essen zufrieden gegeben hätten, sei mal dahingestellt. Ich fand es jedoch super lecker. Auf einem Workshop wurde erzählt, was unser Papierkonsum und das Abholzen der Wälder mit den Ureinwohnern und dessen Lebensraum, dem Urwald, zu tun hat. Das Highlight war aber die Tombola. Jedes Eintrittsticket hatte eine Gewinnnummer aufgedruckt, über die es möglich war, verschiedene Preise zu gewinnen. Das reichte von nachhaltiger Unterwäsche (sah echt gut aus!) über ökologisches Waschmittel bis Bio-Bier.

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Auch wenn „Heldenmarkt“ ein bisschen nach Mittelalter klingt, ist das Thema „Nachhaltigkeit“ und „ethischer Konsum“ aktueller denn je. Man sollte sich genau angucken, ob die eigene Bank mit Lebensmitteln spekuliert, oder auch am 22. Oberteil aus Bangladesch Blut klebt. Ob der Held am Ende gewinnen wird, wird sich noch zeigen. Ich bin der Meinung ja! Und trotzdem brauchen wir noch mehr von ihnen…

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