Wie “Inception” uns geil auf Philosophie machen kann

Für mich ist das gerade angebrochene Jahr 2012 das Jahr der Bildung, und wenn ich von Bildung spreche, dann meine ich ein Netzwerk aus coolen Aha-Effekte und kein trockener Lernstoff, den man sich zwangsweise einführen und wieder irgendwo rezitieren muss. Bildung ist was geiles. Es ist etwas befriedigendes, denn es ist im Grunde genommen wie ein Adventure-Game. Man fügt Fakten zusammen, vernetzt diese und erhält daraus eine grandiose Erkenntnis. Bildung ist vor allem dann richtig cool, wenn man sie auf alltägliche und teilweise auch banale Dinge anwenden kann oder anders gesagt, manche banal erscheinende Dinge werden mit Hilfe von Bildung erst richtig spannend und sinnreich. Bildung sollte also so etwas wie ein gut sitzender Tauchanzug sein, um sich überhaupt unterhalb der Oberfläche bewegen zu können. Und was man dort dann entdecken kann ist ein Kosmos für sich. Doch vorsicht, auch Bildung kann tatsächlich extrem süchtig machen, doch ich denke die Nebenwirkungen kann man in Anbetracht der vielen Informationsfastfoodsüchtigen tatsächlich in Kauf nehmen.

Michael Groß hat einen spannenden Vortrag von Kyle Johnson geteilt, der sich mit dem Film “Inception” und dessen philosophischen Parallelen beschäftigt.

Was man hier sehr schön beobachten kann: Scheinbar banale Werke erhalten Tiefe wenn sich ein Gebildeter damit leidenschaftlich auseinandersetzt und gleichzeitig werden Fans des Filmes mit den Themen der Philosophie angedockt. Wunderbar! Ich finde so wächst letztlich auch der Wert des Filmes und das Plädoyer des Wissenschaftlers ist hier eindeutig und unterschreibbar: Inception hätte den Oskar für den besten Film gewinnen müssen.

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