Energiemanagement praktizieren!

 

 

 

Wenn man bei uns an der Hochschule etwas verändern möchte dann muss man einfach machen!

So ein Macher ist auch Julien Schröder-Gianoncelli. Er studiert im 3. Semester International Business und sein großes Interesse gilt erneuerbaren Energien, weshalb er inzwischen auch noch Energiemanagement studiert.

Ich habe mich mit Julien getroffen und mir erklären lassen, was er genau an der Hochschule verändert hat und in Zukunft, sofern er darf und kann, noch alles verändern möchte. Julien ist ein Paradebeispiel für Studis die nicht „nur“ studieren sondern auch das praktizieren was sie hier lernen.

 

Julien woher kommt dein ungebrochenes Interesse?

Mein Interesse an Nachhaltigkeit und Energie und somit schlussfolgernd Energieeffizienz hat sich entwickelt, als ich mich mit 17 nach einer Partei umgeguckt habe, um mich politisch zu engagieren. Hier haben die Ideen des Büdnis90/Die Grünen am besten mit meinen Interessen und Weltansichten übereingestimmt und somit hat sich das Thema Nachhaltigkeit bei mir gefestigt. Das Thema Energie ist bei dem Konzept der Nachhaltigkeit ein großer Faktor und somit kam Eins zum Anderen.

 

Wie bist du auf die Idee gekommen die Hochschule in Sachen Energieeffizienz zu beraten?

Mein Interesse an Energiethemen und dem Gesellschaftsproblem der Energiewende hat mich dazu gebracht im Sommer ein Gewerbe anzumelden. Seit dem berate ich Geschäfte in Karlsruhe, wie sie durch Energieeffizienzmaßnahmen Geld einsparen können. Dabei habe ich mich vor allem auf LED-Beleuchtung spezialisiert und nutze meinen Alltag und meine Umgebung für neue Ideen und Anregungen. So bin ich in der Karlshochschule auf Einsparungspotentiale gestoßen.

 

Was wurde bislang gemacht?

Bisher habe ich Gespräche mit dem Campus Management geführt und das Potential erläutert. Mir wurde daraufhin die Chance gegeben ein Pilotprojekt zu starten, bei welchem ich 2 Räume umbauen durfte.

 

Was für Lampen werden ab sofort in der Küche und der Männertoilette (beides 1.OG) zu finden sein?

In Zukunft werden in der Männertoilette LED-Downlights und in der Küche LED-Röhren für die Beleuchtung sorgen. Hierbei handelt es sich um Produkte von jungen aufstrebenden Unternehmen im Leuchtmittelmarkt mit denen ich zusammenarbeite.

Was sind die Vorzüge der neuen Lampen?

Die Vorzüge der neuen Leuchtmittel sind vor allem eine Ersparnis von über 85% der Stromkosten, eine dreifach so lange Lebensdauer und der Fakt, dass LED-Leuchtmittel kein giftiges und flüchtiges Quecksilber und Benzole enthalten (allerdings kleinste Mengen seltener Erden).

 

Sollen weitere Räume mit den Lampen ausgestattet werden?

Wenn das Pilotprojekt erfolgreich verläuft und den Studis gefällt, sollen zunächst alle Toiletten umgebaut werden. Außerdem sollen zu den neuen Leuchtmitteln Bewegungsmelder mit Zeitrelais kommen, damit in den Toiletten nicht unnötig Licht brennt. Außerdem könnten einzelne Räume und Flure mit LED-Leuchte ausgestatten werden, wie zum Beispiel der Eingangsbereich.

 

Was kann man in Sachen Energieeffizienz an der Hochschule noch alles verändern?

In Sachen Energieeffizienz gibt es in der Hochschule massig Potential. Den größten Effekt könnte man durch den Austausch der alten Kühlschränke bewirken. Neuste Modelle benötigen oftmals nur die Hälfte der Energie. Außerdem könnten ältere Beamer durch LED-Beamer ausgetauscht werden. Das Heizungssystem könnte verbessert werden, zum Beispiel durch Steuerungselemente aber auch durch ein neues System, wie zum Beispiel ein Mini-BHKW. Zudem sollte in Zukunft bei der Auswahl von technischem Gerät darauf geachtet werden, dass man energiesparende und ökologische Produkte anschafft. Ein Punkt, der durch Rainer Butzengeiger angestoßen wurde, ist die Möglichkeit der Abschaffung des Computerraumes samt seiner verschwenderischen Desktop-PCs und die Schaffungs einer Laptopausleihstelle. Dadurch würde sehr viel Energie gespart werden, während die Studenten einen höheren Komfort genießen würden.

Der einsparbare Betrag von mehreren tausend Euro im Jahr könnte dann der Nachhaltigkeit an der Uni zukommen. So sollte unbedingt das Kopierpapier auf ökologisches und umweltfreundliches Papier umgestellt werden. Mittlerweile hat dieses Papier die gleichen Eigenschaften wie „frisches“ (z.B.: Archivierbarkeit). Gleichzeitig könnte man auch auf den Toiletten und Küchen auf umweltfreundliches Papier umstellen. Nicht zu letzt ist auch die ganze Bürokratie im Sinne des „Green Office-Prinzipes“ umstellbar und wäre eine interessante Aufgabe für die Zukunft.

Was wünschst du dir zu Weihnachten und das kommende Jahr?

Fürs neue Jahr wünsche ich mir, eine größere Achtsamkeit der Studierenden. Es gibt viele einfache Mittel, um Energie zu sparen und somit das größte Projekt der Menschheit, die Energiewende, selber ein wenig voran zu bringen. Das fängt bei dem Einfachsten und Logischsten, dem Licht ausmachen, an, was allerdings in unserer Uni kaum Beachtung findet.

 

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