Ausflug ins Museum für Kommunikation in Berlin

Ausflug ins Museum für Kommunikation

Etwas sehr verspätet kommt mein Bericht über meinen Besuch im Museum für Kommunikation in Berlin. Naja, manchmal kommt alles anderes als man denkt, aber um Anna-Lenas Mühe zu würdigen geht der Beitrag jetzt doch noch online.

Lichthof

Für mich ist es wohl ein ganz besonderes Gefühl das Museum für Kommunikation zu betreten, denn es erinnert mich an ein spannendes Unternehmensprojekt mit einer tollen Truppe.
Im 4. Semester hatten wir, fünf Studentinnen an der Zahl,  die Aufgabe ein Kommunikationskonzept für die kommende Modeausstellung zu entwickeln. Inzwischen hat das Kind einen Namen und heißt „fashion talks“. Diesen Ausstellungstitel finde ich sehr gelungen und zur Eröffnung der Ausstellung wird sich hoffentlich unser ganzes Team noch einmal in Berlin einfinden um das live zu sehen, was wir uns bislang nur in unserer Phantasie ausmalen konnten.

Aber warum ich eigentlich berichte ist ein ganz anderer Grund. Meine Kommilitonin Anna-Lena hat im Rahmen der re:publica eine Aktion gestartet: Über twitter hat sie ihre „follower“ dazu aufgerufen ins Museum zu kommen; sich die Dauerausstellung anzuschauen und Vorschläge zu machen, wie man diese ins „Hier und Jetzt“ erweitern könnte.

Ich nehme mal an, dass noch nicht viele von euch im „Museum für Kommunikation“ waren, deshalb hier ein bisschen Background Information:  das Museum für Kommunikation in Berlin wurde 2000, im ehemaligen Reichspostamt eröffnet. Es ist also ein geschichtsträchtiges Haus und bildet mit seiner historischen Vergangenheit und dem jetzigen Nutzen, ein stimmiges Gesamtbild. Einmal im Museum drin, würde man es am liebsten gar nicht mehr verlassen. Die einzigartige Architektur fesselt den Besucher für einen kurzen Augenblick, bis man dann von den ballspielenden Roboter im Foyer wieder der Faszination entrissen wird.

Roboter

In der Dauerausstellung findet man viele interaktive Elemente, welche Kinder aber auch das Kind in mir dazu bringen aktiv zu werden. Deutlich zu spüren ist der Ursprung der Sammlung. Hier ist alles zu finden was Deutsche Post und Telekom dazu beigetragen haben, Menschen in Deutschland und der Welt zu vernetzen. Allerdings ist das „neue Zeitalter“ deutlich unterrepräsentiert. Bei Hard- und Software hört quasi die Moderne auf. Selbst für mich sind die ersten mobilen Telefongeräte nur noch schwarze Schatten. Ich erinnere mich daran, dass mein Dad so ein Knochen mal hatte, aber meine Generation ist dann schon ganz anderes gewöhnt. Wie muss das dann erst bei den Kindern von heute sein? Für die ist es selbstverständlich, dass man viele Mobilfunkgeräte per Touchscreen bedienen kann. Wahrscheinlich sind die Smartphone-typischen-Bewegungen schon verinnerlicht und einfach selbstverständlich.
Die Sammlung müsste also dringend auf den neuesten Stand gebracht werden, denn gerade die spielerische Art der Dauerausstellung, ist dazu prädestiniert Kindern die Gefahren, aber auch die Möglichkeiten von Social Media zu vermitteln
Gerade in Deutschland wo man schimpft wie böse das Internet doch ist, sollte so früh es geht angefangen werden die jungen Besucher aufzuklären und ihnen den richtigen Umgang mit dem Internet zu zeigen. Hach, und wie gut könnte man einen Museumsbesuch in den Unterricht mit einbauen.
Mir ist aber auch klar, dass das eine menge Geld kostet und das Museum für Kommunikation das nicht alleine leisten kann. Eine mögliche Kooperation könnte man zum Beispiel mit dem ZKM-Zentrum für Kunst und Medien auf die Beine stellen und die Telekom sponsert bestimmt gerne ein paar Iphones :)

Leave a Reply