Führung und Gesundheit bei der UBS AG

Autor: Prof. Dr. Lutz Becker am 12.08.2010

Arthur Decurtins ist mit 36 Jahren Unternehmenszugehörigkeit ein echter UBS-Veterean. Der Vice Chairman Wealth Management & Swiss Bank der UBS AG, Zürich, ist zugleich Aufsichtsratschef der UBS Deutschland AG, Frankfurt a.M.

Bereits 1974 begann er als Werkstudent der Hochschule St. Gallen bei der damaligen SBG/UBS und ist dem Unternehmen bis heute treu geblieben. Wie es sich für eine Führungskraft gehört, hat Decurtins in diesen Jahren alle wichtigen Bereiche des Unternehmens (Asset Management/Investment Banking/Wealth Management) und alle Führungsebenen durchlaufen – zwölf Jahre hat er im Ausland verbracht. Zu seinen Stationen gehörten New York, Singapur und Luxemburg. Heute ist er Aufsichtsrat der UBS Töchter in Deutschland, Luxemburg, Belgien und den Niederlanden.

Am Rande der Buchvernissage “Unternehmensressource Gesundheit – Weshalb die Folgen schlechter Führung kein Arzt heilen kann” am Wolfsberg hatte Patrick Breitenbach von der Karlshochschule die Gelegenheit, ein Interview mit Arthur Descurtins zu führen. In stabilen Umfeldern, so Decurtins, sei es natürlich einfacher, gute Leistungen erbringen. Man müsse aber lernen, mit Veränderungen auf geeignete Art und Weise umzugehen. Problematisch ist für Ihn, dass trotz der Tatsache, dass viele Veränderungen die Dinge zum Guten drehen, eine Neigung besteht, auf Veränderungen grundsätzlich negativ zu reagieren. Hier sieht er, genau wie wir, noch Forschungsbedarf. (In diesem Zusammenhang auf Veronika Dinius’ Untersuchungen zu Psychological Ownership in unserem Masterstudiengang “Leadership” verweisen.)

Für Arthur Decurtins hat gute Führung maßgeblichen Einfluss auf Gesundheit und Leistung der Mitarbeiter. Er betont, dass Gesundheit noch viel bewusster in die Management und Leadership Ausbildung integriert werden müsste. Ich glaube, dass die Karlshochschule da auf einem guten Weg ist, wie auch das Interview mir meiner Kollegin Professor Cordula Braedel-Kühner eindrucksvoll zeigt.

Ganz spannend fand ich Patrick Breitenbachs Frage, ob man Loben trainieren kann…

Interview mit Arthur Decurtins zu “Unternehmensressource Gesundheit” from Karlshochschule International University on Vimeo.