In unbekannten Tiefen forschen: Das “Deep Web”

Autor: Patrick Breitenbach am 10.03.2010

Wenn wir heute vom Web sprechen, dann meinen wir die bunte Klickwelt bei der für viele Menschen Google das Tor zur Welt zu sein scheint. Für ernsthafte oder besondere Recherchen, gerade im wissenschaftlichen Bereich, ist dieses oberflächliche Internet jedoch oftmals frustrierend. Nun bin ich zufällig über das “Deep Web” gestolpert.

In 2000, it was estimated that the deep Web contained approximately 7,500 terabytes of data and 550 billion individual documents.[2] Estimates based on extrapolations from a study done at University of California, Berkeley, speculate that the deep Web consists of about 91,000 terabytes. By contrast, the surface Web (which is easily reached by search engines) is only about 167 terabytes; the Library of Congress, in 1997, was estimated to have perhaps 3,000 terabytes.[3]

Das “Deep Web” oder auch “Invisible Web” oder “Hidden Web” genannt, ist nichts anderes als ein enormer Fundus an Daten, die einfach aufgrund technologischer Umstände von den Allerweltssuchmaschinen nicht erfasst werden und somit sozusagen im Untergrund schlummern. Das klingt zunächst mysteriös und vielleicht ein wenig unheimlich, doch letztlich steckt anscheinend enormes Potenzial gerade für eine Tiefenrecherche dahinter. Ich selbst habe mich noch nicht wirklich intensiv mit der Thematik befasst, so dass ich jetzt schon ein abschließendes Urteil der Relevanz liefern könnte, aber allein die Beschreibung hat umgehend mein Interesse geweckt. Vor allem die extra dafür entwickelte Suchmaschine “DeepDyve” verheisst einen spannenden neuen Umgang mit der unentdeckten Tiefe des Datenmeers.

deepdyve

Zum Test mal einige Suchbegriffe, die für unsere Hochschule thematisch spannend sein könnte:

Narrative
Konstruktivismus
Constructivism
Cultural Turn
Leadership
Intercultural
Change Management
usw. usw.

Ich denke die Suchergebnissanzeige ist vielversprechend, da wäre der Kauf des entsprechenden Artikels für 99 Cent auch gerechtfertigt – wie gesagt meine schnelle Einschätzung. Mich würde dennoch hier brennend die Meinungen und erste Erfahrungen der Wissenschaftler interessieren.