Warum den Master “Leadership” an der Karlshochschule studieren?
Autor: Prof. Dr. Lutz Becker am 26.01.2010Im Rahmen der damaligen Planung unseres Masterprogramms haben wir uns so manches andere Programm angeschaut, mit Lehrenden, Studierenden und Alumni dieser Programme gesprochen.
Mein persönliches Fazit wurde mir gerade einmal wieder von einer ehemaligen Bachelor-Studentin bestätigt, die an einer anderen namhaften Hochschule ihren Master macht. Gerade viele MBA Kurse – aber auch konsekutive Masterprogramme – sind nicht mehr, als ein aufgewärmtes Bachelorstudium. Die Dinge, die die Studierenden eigentlich können sollten, werden wiederholt und anhand von Fallstudien weiter durchgekaut.
Als wir unseren Master “Leadership” gestalteten, wollten wir genau das nicht. Es macht – hier nur als Beispiel – keinen Sinn, den kleinen BGB-Schein nochmals neu zu verpacken. Ein Betriebswirt wird sich doch ohnehin die Finger verbrennen, wenn er mit seinem juristischen Halbwissen versucht, Rechtsprobleme zu lösen. Eine Führungskraft, und genau das macht eine Führungskraft aus, muss wissen, wo eine Situation kritisch wird, und welche Experten dann hinzugezogen werden müssen. Ich habe mich als Geschäftsführer, trotz BGB und HGB Schein, nie angemaßt, rechtliche Sachverhalte zu beurteilen. Dafür habe ich eine exzellente Anwaltskanzlei (eine der besten, die waren ihr Geld immer wert) zur Seite gehabt. Ich habe mir auch nie angemaßt, Controlling oder US-GAAP Experte zu sein, dafür hatte ich einen exzellenten Finanzexperten eingestellt und zudem eine gute WP-Gesellschaft in der Hinterhand. Entscheidend war doch, das ich hinterfragen konnte, ob die Experten einen guten Job machen – aber dafür muss man nicht selbst zum Experten für alle betrieblichen Lebenslagen werden.
Und genau das ist der Ansatz im Masterprogramm Leadership der Karlshochschule International University. Es geht nicht darum, die Paragraphen des BGB herunter zu beten – stattdessen interessiert uns zum Beispiel hier, wie Recht entsteht und wie Recht als Macht- und Herrschaftsinstrument eingesetzt wird. Deshalb lernen unsere Studierenden im Modul “Norms & Rules” wie Normen und Regulative, seien es soziale, religiöse oder rechtliche Normen, oder auch Qualitätsnormen, entstehen und wie man sie in sozialen bzw. Führungssituationen erkennen, bewerten und instrumentalisieren kann. Das macht macht erstens “wahre” Führung aus und zweitens ist das für unsere Masterstudenten ein echter Mehrwert, der sie auf künftige Führungsaufgaben und -probleme (die wir ja alle noch nicht kennen können) vorbereitet.
Übrigens startet jetzt wieder die Bewerbungsrunde zum konsekutiven englischsprachigen Vollzeit Masterprogramm “Leadership” – mehr Infos gibt es auf www.karlshochschule.de
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