San Diego.Wie die Amis so denken.
Autor: Philip Lahr am 12.01.2010Ach Jaa… der Atlantik…(Insider)
Ein Trip nach USA mal ganz anders.
Ich habe mich über die Weihnachts- und Neujahrszeit (09/10) nach Amerika, genauer gesagt nach San Diego Californien, begeben und dort einige Kommilitonen der Karlshochschule besucht.
Hier sind ein paar Eindrücke von mir,die ich von den USA mitgebracht habe.
Zu allererst das Wetter: Ich hatte die ganze Zeit Sonnenschein und 22 Grad mindestens.. Ok manchmal auch nur 16°C
.. Jaaa so lässt es sich leben. Vor allem wenn in D. das Schneechaos anfängt.
Je nachdem wie man die Amerikaner so kennenlernt und überhaupt weiß was die so denken, macht man in den USA Erfahrungen, die sonst einem ganz und gar nicht so auffallen. Man muss dazu sagen das CA noch das einzige Bundesland ist, in welchem die Amis schon so grün sind, das an Silvester nicht einmal ein Feuerwerk in SD (San Diego) stattgefunden hat, um die Bay von SD nicht zu verschmutzen, und man sich genauso gesund mit gutem Wein, Bier und Bioartikeln verwöhnen lassen kann wie in Deutschland.
1.Die Amis und ihre Grinsebacken.
Zu allererst komme ich auf die amerikanische gestellte Nettigkeit zu sprechen. Die Amis grinsen einen immer an und Fragen auf auf ein ganz normales “Hallo”, “How you doing?”. Lediglich wollen die auf diese Frage keine Antwort, sondern laufen gleich an dir vorbei. Es ist ihre Art dir nur kurz Hallo zu sagen.. Also wenn du denen dann erstmal sagst dass es dir gut geht oder schlecht, haben die schon längst wieder was anderes im Sinn und sind meistens schon längst an dir vorbeigelaufen .
Die Nettigkeit ist meines Erachtens durch eine jahrelange Verkaufsmasche(Stichwort Dale Carnegie: How to win friends and influence People) so entstanden. Die sind so nett, weil sie mehr Trinkgeld(in USA leben die Bedienungen von dem Trinkgeld) haben wollen, oder doch dir noch gleich zwei andere Produkte andrehen wollen.
Jedoch habe ich mich aufklären lassen und herausbekommen das die Nettigkeit der Amerikaner durch den Pioniergeist der Siedler in Richtung Westen entstanden ist.
Die Amis helfen einem kurz knapp und sehr nett, jedoch ist mehr Hilfe nicht inbegriffen.
Manche Amis würden sogar mit ihrem Auto neben dir anhalten und dich fragen, ob du nicht ihr Navi benützen willst, wenn du gerade mit der Karte dir den Weg in San Fran zum nächsten Vista Point raussuchst.
Wir Deutschen kommen jedoch mit dieser Nettigkeit kein bisschen klar. Wir denken uns dann immer der will mein neuer bester Freund werden? Oder warum ist der so nett zu mir?
Es ist jedoch nicht so… Die machen das von Natur aus. Das ist sogut wie schon in deren DNA eingebaut. Aber wenn es hart auf hart kommt(hab ich mir sagen lassen) dann sind die Amis doch nicht mehr dein bester Freund und lassen dich im Stich. Zum Auskunft geben jedoch haben die alle Zeit der Welt, bis du weisst wo du hinmusst.
Die Amis und das was ein Ami sich verdient hat. Die Amerikaner müssen einem in ihrer Individualisierten Welt, wo jeder nur bei sich hockt und meistens sobald er aus der Bude raus geht sein Handy an hat und der anderen Person an der Strippe erzählt wo man denn gerade ist, immer zeigen was sie denn alles so konsumiert haben. So bekommt man erstmal das neue Auto zu sehen. Oder man hört im Aufzug wie sich 2 Amis unterhalten und der eine über seine Savings von über 20.000$ erzählt und was er jetzt alles damit macht. In den USA gibt es nicht das Sprichwort: “Über Geld redet man nicht”
Desweiteren ist mir in den USA mal wieder aufgefallen was jeder Amerikaner so alles “deserved” hat. In der Werbung hat der Ami ein Anrecht auf mehr Fleisch in einem 99ct Burger, denn jeder Ami hat mehr Rindfleisch verdient.. Das verrückte hierbei ist das der Burger für 99ct ein Doppelcheeseburger ist und genauso viel kostet wie der normale Cheeseburger… Oder man hat auch eine Versicherung für sein Auto verdient, obwohl man nicht einmal einen Führerschein hat.. ganz schön abgefahren.. Aber ja dafür kann man ja auch nicht nur Essen, sondern Versicherungen abschließen, Fotos entwickeln und Videos ausleihen per Drive Thru, also schön convinient nicht mal aus dem Auto aussteigen. Und nach dem Einkauf seine Ware einpacken lassen und per CarryOutService ins Auto räumen lassen.
Ebenso sieht man in California so viele elektrische Rollstühle wie sonst nirgends, denn jeder hat auch ein Anrecht in CA auf einen vom Staat subventionierten Rollstuhl. Anstatt abzunehmen und das so etwas gefördert wird, gibt es hier noch einen Bonus wenn man sich zu wenig bewegt…

2.Das Partyleben in CA ist auch ganz anders als bei uns Europäern oder bei den Amis an der Ostküste…
In Californien ist ab 1:30 Ausschankschluss.. Wir fangen ja da gerade erst an und dort wird dir um die Uhrzeit dein Trinken weggenommen. Man feiert also dann noch bis 4 Uhr am nächsten Morgen weiter. Bekommt aber nur Softdrinks mit Chlorgeschmack(hierzu mehr unten). Dafür kann man ja noch zu yoguhrtland(Joguhrt-Eis) oder zu McD und noch ein bisschen was Essen, aber mit Alkohol ist um die Uhrzeit nichts mehr drin. Den sogar die Registrierkassen in den Supermärkten verkaufen ab 1:30 keinen Alkohol mehr. Die Verkäufer können die somit nicht mehr einscannen, da die Kasse Alkohol nicht mehr akzeptiert.
Die Kalifornier haben sich da jedoch einen anderen Zeitvertreib. 420 heisst das Stichwort.. 420 steht so gut wie an jeder Straßenecke, sowie in Inseraten wenn man eine Wohnung oder WG sucht.. Entweder die Kalifornier sind 420 friendly oder 420 not allowed..
Aber was ist den 420?
420 ist laut wiki in den 70ern in San Rafael in CA entstanden und stand damals für die Uhrzeit 4:20 p.m. Zu dieser Uhrzeit haben sich Klassenkameraden nach der Schule zum gemeinsamen Kiffen getroffen.. Heute ist 420 das Wahrzeichen der Kalifornier und sogar ein Feiertag(20.4. die Amis schreiben ja Monat und Tag andersrum) für den Laidbackstyle und die Schilder leuchten an so manchen Geschäften im Schaufenster.
Kalifornien ist sogar schon soweit, dass es neben den Scientology Kirchen, die fast an jeder Ecke in der Großstadt sind, es in Los Angeles einen Temple 420 gibt.. Was die dort machen kann sich ja jeder selbst vorstellen
.
Das was mich aber jedoch am meisten in den USA stört ist der Umgang mit Wasser..
Die Amerikaner machen aus jeder Wüste eine Oase und bewässern Grünstreifen an Autobahnen und das auch im Winter, wenn es genug regnet und diese Flächen kein Wasser benötigen. Und das mit Chlorwassser. Man duscht und fühlt sich als ob man aus dem Schwimmbad kommt. Und das ist das gleiche Wasser mit dem man auch kocht oder seine Eiswürfel in der Cola bekommt, das schmeckt soo eklig wenn das Eis schmilzt…
Zudem muss man wissen das das Kranwasser zum größten Teil von Baja California aus Mexiko mit Pipelines nach San Diego gebracht wird und die Amis sozusagen die Ländereinen auf der wunderschönen Peninsula leer pumpen, da aus dem Colorado River nicht mehr genug Wasser gewonnen werden kann. Und die Mexikaner die Verlierer hierbei sind.
Aber ja, anders könnte ja nicht jeder Ami seinen Pool in seiner grünen Oase(im Garten) mit Wasser befüllen und in einer bewässerten Wüste leben. Traurig aber wahr. Das Klima ist ja Super nur das Wasser ist nicht da also wieso nicht Importieren.
Obwohl Kalifornien schon sehr Ökologisch angehaucht ist, wissen die nicht mit Wasser umzugehen und das als die 3t größte Weltmacht, wenn man sie von den USA abkapseln würde.
Jedoch vermisse ich es jetzt schon.. Obwohl ich gerade hier ein bisschen über die Amis gelästert habe. Es ist dennoch ein wunderschöner Fleck, da Unten an dem äußersten Zipfel der Westküste im Süden der USA.

P.S. Rechtschreibfehler sind absicht! Damit euch es nicht langweilig wird.
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