“Wir brauchen kein AUTO! Wir brauchen MOBILITÄT!” Neues Denken schafft neue Märkte…

Es ist kaum zu glauben: Mehr als 100 Menschen aus Kreativwirtschaft, Wissenschaft und Industrie hat der Bergische ThinkTank zusammengebracht, um engagiert über Zukunft einer Region nachzudenken. Ziel des Zukunftsforums am 02.12.2009 war es, die “klassische“ Bergische Industrie und die Kreativwirtschaft zum beiderseitigen Nutzen an einen Tisch zu bringen, um Ideen für neue und neuartige Produkte und Leistungen zu entwickeln.

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In einem Parcoursworkshop mit zehn Themeninseln diskutierten Unternehmen, Kreative und Wissenschaftler über Zukunftsentwürfe für die Region, aber auch weit darüber hinaus. Themen wie Mobilität, Ernährung, Beschaffung, Wissen und Lernen etc. Den Rahmen bildete das Forum Produktdesign in der alten Halle des ehemaligen Solinger Hauptbahnhofs im bestechenden und frisch renovierten 50er-Jahre Design sowie Werke zahlreicher Künstler, die in den Ateliers der ehemaligen Güterhallen wirken.

Nachdem Hartmut Hoferichter, Planungsdezernent der Stadt Solingen, der Henkel Forschungsdirektor Prof. Dr. Thomas Müller-Kirschbaum, der renommierte Industriedesigner Dorian Kurz und ich kurze Impulsvorträge gehalten haben, machten sich die Teilnehmer an die Arbeit. Mit Markern, Fingerfarben, Pinseln und Kohlestiften wurden die Visionen in immer wechselnden Konstellationen auf Plakaten entwickelt. Die Moderation einer so großen und heterogenen Gruppe ist auch für mich nicht alltäglich. Gerade dort, wo die Teilnehmer Kreativwirtschaft, darunter einige ehemalige Studenten von mir, die heute bei Agenturen wie Grey oder selbständig als Kreativunternehmer arbeiten, und eher konservative Wirtschaftsbereiche im Diskurs aufeinander prallten, gab es wahnsinnig kreative und spannende, aber zugleich auch realistische und machbare Ideen und Ergebnisse. Übrigens waren mit Holger Hakensohn und Frank Hölscheidt auch zwei Lehrbeauftragte der Karlshochschule am Start.

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Beeindruckend war vor allem das Engagement der Beteiligten, angefangen bei den beiden unwahrscheinlich motivierten und engagierten Ausrichtern Oliver Francke und Dr. Mira Stock, über die beteiligten Künstler, bis hin zu den verschiedenen Teilnehmern, von denen der größte Teil noch bis spät in den Abend hinein im Café Stückgut weiter diskutierte.

Aus den zahlreiche Ideen wird nun mit Förderung der EU und des Landes NRW ein Ideenwettbewerb realisiert, in dessen Rahmen zwei der im Zukunftsforum erarbeiteten Ideen zum Prototypen weiterentwickelt werden sollen.

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Fazit ist, dass aus solchen Veranstaltungen, wie man hier deutlich sieht,  ungeheuer spannende und zukunftsweisende Ideen geboren werden können. Mir tun eigentlich nur die Unternehmensvertreter leid, die diese einmalige Chance nicht nutzen konnten. Für die kann ich nur “Rumelt’s Proposition” zitieren: „The more public the information, the longer the information has existed, the more stable the trends, and the more analysis done on the information, the less the opportunity for profit from the information.

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