Strategie 2010: Ich will das Vermögen dieser Hochschule sichtbar machen

Autor: Patrick Breitenbach am 19.11.2009

“Vermögen”, im anthropologischen Sinn, bezeichnet das Potenzial, die Fertigkeit eines Menschen. Jeder einzelne von uns hat eine solche besondere Fertigkeit, die ihn auszeichnet. Bei vielen liegt dieses Vermögen im Verborgenen.

Ich weiß, dass jeder einzelne von uns an dieser Hochschule über ganz besondere Fähigkeiten verfügt. Insgesamt betrachtet stellt dies in Summe eben auch das Vermögen dieser Hochschule dar. Meine Aufgabe als Leiter der Abteilung “Communication & Content” wird es also sein, dieses Vermögen ins Zukunft nach außen durch Kommunikation und Inhalte sichtbar(er) zu machen. Der erste Schritt ist bereits getan, das Grundgerüst steht in großen Teilen. Studis, Alumnis, Dozenten und Verwaltungsmitarbeiter agieren als Botschafter der Hochschule (ohne Briefing und inhaltliche Kontrolle) auf Blogs, Twitter, Facebook und sonstigen Foren und sozialen Netzwerken. Parallel geschieht dies natürlich auch offline in der nicht-virtuellen Welt.

Mein Ziel für das kommende Jahr ist nun, unser Vermögen redaktionell über all die Kanäle fließen zu lassen. Unaufdringlich, in Geschichten verpackt, aber selbstbewusst.

Zur Umsetzung dieses Zieles wird es von nun an ein redaktionelles Team geben, welches aus Mitarbeitern und Studierende (zum großen Teil aus dem Backyard-Team) dieser Hochschule besteht, die alle ihr Vermögen in dieses Vorhaben mit einbringen. Der eine ist vielleicht begabt im Filmen, die andere liebt das Fotografieren und andere wiederum haben Spaß an der Themenfindung und kreativen Konzeption. Das wird mein Kernteam sein. Leidenschaft und Freude an der kreativen Arbeit soll es antreiben. Gemeinsam werden wir daran arbeiten das Vermögen der Hochschule nach außen besser darzustellen, um am Ende nicht nur einfach platte Werbung für die Hochschule zu machen, sondern auf uns persönlich einzuzahlen, auf unsere eigene Persönlichkeitsmarke, also unsere Reputation.

“Was du bist/warst ein Teil der Karlshochschule? Cool.” Diesen Satz möchte ich irgendwann mal öfters hören. Ihr auch?

KH_mischa_burmester
(Bild: Mischa Burmester IMK Karlshochschule)

Das redaktionelle Team wird von meiner Abteilung unterstützt in Form von Anleitung, Unterstützung und auch Budget. Der erste Schritt ist die Anschaffung von technischem Rüstzeug für die redaktionelle Arbeit. Der zweite Schritt ist das Teambuilding und die Aufgabenverteilung des Kernteams. Als nächstes folgt die Ideen- und Formatentwicklung, bei dem ich gerne das “doing” vor dem “thinking” setzen würde, also lieber mal was ausprobieren und einen Flop riskieren als wochenlang an einem Konzept rumdoktoren, was dann aber niemals das Licht der Welt erblicken wird.

Wir sind eine Hochschule, wir dürfen also experimentieren und mutig sein.

Die Fixsterne unserer Arbeit, an denen wir uns orientieren werden, bestehen nicht nur aus dem Leitbild unserer Hochschule, sondern ab sofort auch aus dem hier skizzierten Bildnis des Vermögens, also unser aller Talente. Die Dozenten werden wir also nicht nach unserer Hochschule befragen, sondern nach ihren besonderen Talenten und Themen, die sie in die Lehre einbringen. Die Mitarbeiter werden wir nicht sagen lassen warum die Hochschule so toll ist, sondern wir werden Sie nach ihren Talenten, Fertigkeiten und Geschichten befragen.

Daher möchte ich euch alle bitten, euch für das Thema zu sensibilisieren. Wenn ihr also jemand seid oder jemanden an der Hochschule kennt, der ein besonderes Talent, eine tolle Geschichte oder ein außergewöhnliches Hobby hat, so bitte ich euch, das an uns weiterzuleiten. Wir würden nämlich genau diese Leute gerne vorstellen und portraitieren. Keine Scheu und falsche Bescheidenheit, denn um mit euren Pfunden zu wuchern, müsst ihr sie auch öffentlich machen.

Zwei (grundverschiedene) Beispiele hierfür sind David Sixt, Studierender Kulturmanagement erstes Semester. Er studiert nämlich nicht nur Kulturmanagement, sondern ist auch aktiver Bassist einer Metalcore-Band namens “Bleeding Soul” (sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber interessant im Kontext von Kulturmanagement), wie er hier im Blog der Kulturmanager bereits berichtet hat. Ein anderes Beispiel ist für mich Jakob Röskamp (auch Mitglied des Redaktionsteams) Studierender Interkulturelles Management und Kommunikation und Weltwärts-Stipendiat. Ihn werde ich demnächst auch vorstellen und ihn über seine auf- und anregende Arbeit als Englischlehrer in einer Township-Schule in Kapstadt befragen. Er hat sicherlich jede Menge Eindrücke, die er uns vermitteln kann. Wie man sieht zwei sehr unterschiedliche Perspektiven, die aber alle zum Vermögen dieser Hochschule zählen. Da steckt Story und Perspektivenwechsel drin und genau solche (und ganz andere) Charaktere möchten wir in Zukunft sichtbarer machen.

Wenn ihr also Infos für uns habt oder gleich gerne redaktionell mitarbeiten möchtet, so mailt an: redaktion@karlshochschule.de

Bitte helft mit unser Vermögen dauerhaft nach außen zu transportieren. Das ist allemal wertvoller, effektiver und aussagekräftiger als jedes Plakat, Anzeige oder sonstige klassische Werbemaßnahme und meine Strategie für das Jahr 2010 um die Marke Karlshochschule so vielfältig, wertvoll und außergewöhnlich wie möglich in die Köpfe der Menschen zu tragen. Danke!



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