Postmediale Wirklichkeiten
Autor: Prof. Dr. Lutz Becker am 30.10.2009Eigentlich verspricht es ein ganz normaler Tag zu werden. Da klingelt die nette Briefträgerin der gelben Post und überreicht mir einem dicken Umschlag, in dem sich ein richtiges Buch (für ‘Digital Natives’: So ein eigenartig riechendes Ding aus Papier) über “Postmediale Wirklichkeiten” befindet. Also bleibt man bei aller Verwirrung medial auf dem Teppich, legt MacBook und iPhone zur Seite und genießt ganz konservativ die Haptik des Buches um dann folgenden Klappentext zu lesen: “Das iPhone als ‘Fototelefonierinternetallesverbinder’, mit dem man die gesamte Welt in Händen hält, entzückt und zeugt vom Eros der Technik.” Der Kollege Andreas Müller würde an diese Stelle sicherlich einen süffisanten Kommentar zum iPhone Wahn an unserer Hochschule abgeben. Mich entzückt im Moment aber eher der Eros des Gedruckten (nein, liebe Studenten, es ist nicht ‘so’ ein Buch) und die Tatsache, dass einer der Beiträge von meinem Ex-Kommilitonen, Ex-Kollegen in der Medienindustrie, Mitautoren und Professorenkollegen Christoph Zydorek stammt, den es auch von der Bergischen Universität ins Ländle gezogen hat. “Zydo” befasst sich in seinem Beitrag zu Postmedialen Wirklichkeiten und Medienmanagement ganz kurz gesagt damit, wie sich die Wertschöpfungskette in Medienunternehmen verändert, aber auch mit dem Platz der Medienökonomie in der Wissenschaft.
Warum interessieren mich der Band und dieser Beitrag im Moment besonders? Zur Zeit lese ich im 5. Semester unseres Bachelorprogramms das Modul “Change and Innovation”. Wenn man versteht, wie sich die Wertschöpfung in der Medienindustrie verändert, kann man auch Rückschlüsse darauf ziehen, welche Entwicklungen andere Branchen durchmachen (werden). Man denke nur an die Reiseindustrie, bei deren Betrachtung man zahlreiche Anschlüsse zur Medienökonomie finden wird. Das Kataloggeschäft hat, wenn man genau hinschaut, sehr ähnliche Wertschöpfungsobjekte, wie die Medienindustrie. Es ist überhaupt spannend, wieviel auf den ersten Blick ganz unterschiedliche Branchen von einander lernen können. Und damit bin ich schon fast bei unserem Forschungsprojekt “Narrative and Innovation” an der Karlshochschule.
Die Beiträge des Bandes basieren auf der Ringvorlesung “Postmediale Wirklichkeiten” von 2008/09 an der Fakultät Digitale Medien der Hochschule Furtwangen. Siehe auch www.postmedialitaet.de
Weitere Beiträge von Christoph Zydorek:
Zydorek, Ch. (2007); Instrumente des Strategischen Managements; in: Becker, L./Ehrhardt, J./Gora, W.. (Hg.); Führungspraxis und Führungskultur, Düsseldorf (Reihe: Die Neue Führungskunst – The New Art of Leadership, Symposion: ISBN 978-3-936608-96)
Zydorek, Ch/Fix, K. (2009); Weblogs als Kommunikationsinstrument für Unternehmen; in: Becker, L. (Hg.); Management und Führungspraxis; Digitale Fachbibliothek: Düsseldorf (Symposion: ISBN 978-3-939707-4-2)
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