Endlich mal was Positives

Autor: Prof. Dr. Lutz Becker am 28.10.2009

Mit Matthias Gerschwitz habe ich das Humboldt-Gymnasium in Solingen besucht und auch an einigen Ausgaben der legendären Schülerzeitung 08:15 (Acht Uhr Fünfzehn) gestrickt. Matthias lebt heute als Marketingexperte in Berlin und hat unter anderem das Buch Bullrich – Marke, Mythos, Magensäure geschrieben – eine spannende Revue über eine alte Marke und die dahinter stehende Unternehmerfamilie. Mehr dazu gibt es in Matthias’ Blog Berliner Geschichten.

Matthias Gerschwitz Endlich mal was PositivesDas letzte Mal haben Matthias und ich uns vergangenes Jahr zu einem netten Abend in Berlin-Charlottenburgs ältester Kneipe, im Hoeck, getroffen, über die er ein nicht minder spannendes Buch geschrieben hat. Den vergammelten Teebeutel an der Decke des “Wilhelm Hoeck 1892″, so der volle Name dieser Berliner Institution, soll übrigens Rudi Dutschke noch zu Lebzeiten dorthin befördert haben.

Von seiner HIV Infektion hat mir Matthias zum ersten Mal auf einem Klassentreffen vor ein paar Jahren erzählt. Mich überrascht heute noch, wie locker und humorvoll er mit seiner Infektion umgeht…trotz der sicherlich üblen Nebenwirkungen des Medikamentencocktails, den er Tag für Tag zu sich nehmen muss. Jetzt hat er ein sehr persönliches, aber auch aktuelles, ein für ihn und uns alle sehr wichtiges Buch geschrieben.

Mit “Endlich mal was Positives” legt Matthias Gerschwitz, der auch Botschafter des Welt-Aids-Tages ist, eine Chronik der besonderen Art vor: die Geschichte seiner 1994 festgestellten HIV-Infektion und den offensiven und optimistischen Umgang damit. Er erzählt aus seinem Leben und lässt den Leser an seine Gedanken und Meinungen teilhaben; so entsteht das Bild eines fröhlichen Menschen, der sich von ein paar Viren nicht unterkriegen lässt.

Alle Informationen zum Buch gibt es auf der gerade freigeschalteten Website: http://www.endlich-mal-was-positives.de.