Erlebnis Auslandssemester in Kanada
Autor: Admin am 30.09.2009Seit nunmehr vier Wochen verweile ich als “Visiting Student” an der Saint Mary’s University in Halifax, Kanada. Vier Wochen, die vergingen wie im Flug und erahnen lassen, wie es mir in den nächsten drei Monaten hier ergehen wird: mit Bergen an Hausaufgaben, Sightseeing Trips und vielen neuen Freunden, die mich auf dieser Reise begleiten.
Meine Reise begann vor vier Wochen mit einer Einführungswoche für internationale Studenten. Die Saint Mary’s University ist, genau wie die Karlshochschule, eine international ausgerichtete Hochschule. Dies wird u. a. in deren Slogan: “One University. One World. Yours” aber auch deren Anteil an ausländischen Studenten, ca. 1000 Studenten (bei 8.000 Studenten insgesamt eine immense Zahl), deutlich.
Während der Einführungswoche fiel mir aber auch der hohe Anteil deutscher Studenten auf, der bei ca. 60 liegt. Daneben gibt es aber auch “Visiting Students” aus Frankreich, Finnland, Norwegen, Griechenland, Holland, Littauen, Japan, China, Iran usw. Also eine bunte Mischung, die innerhalb von einer Woche auf den Studienalltag an der kanadischen Gasthochschule vorbereitet werden sollte. Neben Vorträgen über den allseits bekannten Kulturschock, Infos über die Kurswahl und den – wesentlich höheren – Arbeitsaufwand, erkundeten wir die Gegend in und rund um Halifax. So konnten wir u. a. im standesgemäßen gelben Schulbus den berühmten Leuchtturm von Peggy’s Cove, der bereits für zahlreiche Erinnerungsfotos Modell stand, und die Bucht von Halifax per Schiff erkunden.

Nach der Einführungswoche begann für mich am Mittwoch vor drei Wochen der Studienalltag. Und genau wie an der Karlshochschule, wird auch hier sehr viel Wert auf kleine Lerngruppen und Nähe zum Professor gelegt. In keinem Kurs sind wir mehr als 40 Personen, was vor allem Studenten aus größeren deutschen Unis schwer beeindruckt hat. Der Arbeitsaufwand ist enorm – in jedem Kurs gilt es neben den Mid-Terms, die im Oktober auf uns warten, wöchentliche Hausarbeiten und Gruppenarbeiten abzuliefern. Darüber hinaus muss die kommende Vorlesung durch Studieren des – sehr teuren – Lehrmaterials vorbereitet werden. Ganz zu schweigen von den Abschlussklausuren, die es am Ende des Semesters noch zu bewältigen gilt, die allerdings in den meisten Kursen nicht mehr als 30 % zählen.
Daneben bietet Halifax aber ebenso auch sehr gute Möglichkeiten sich vom Studienalltag ablenken zu lassen: es gibt mehrere Shopping Malls, die einem das Geld aus der Tasche locken (habe das bereits am eigenen Leib erfahren), eine sehr rege Kneipen- und Disco-Szene, die jeden Donnerstag bereits gut besucht ist, da hier Freitags keine Vorlesungen statt finden (!) und viele Sehenswürdigkeiten, wie die Zitadelle, die täglich um 12:00 Uhr ein Mittagsgeschütz abfeuert (mit alten Traditionen sollte man halt nicht brechen).
Also noch viel zu sehen und zu erleben für die kommenden Wochen und Monate. Besonders freue ich mich auf Thanksgiving, Halloween und die Vorweihnachtszeit, wenn alles bunt geschmückt ist und so ganz anders aussieht, als wir es aus Deutschland kennen.
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