Destruktive oder konstruktive Didaktik?

Heinz von Foerster war ohne Zweifel einer der genialsten Wissenschaftler des letzten Jahrhunderts. Er war Mitinitiator des radikalen Konstruktivismus und Gründervater der Kybernetik und der Systemtheorie. Zudem schaffte v. Foerster es komplexe Zusammenhänge eigentlich ziemlich bildhaft darzustellen, nicht umsonst bezeichnet er die Disziplin “Wissenschaft” als eine Art Geschichtenerzählens, also der interessanten Inszenierung der objektiven Wirklichkeit:

Wichtig in von Foersters Lehre und Arbeit ist das Auseinandersetzen mit Komplexität und die Bewahrung des ganzheitlichen Denkens, als Gegenentwurf zur “trennenden Wissenschaft”.

Ein sehr gutes Beispiel für die Konstruktion der Wirklichkeit und der Einfluss von Systemteilnehmern auf ein gesamtes System (in diesem Fall das System Schule und Erziehung) erzählt Heinz von Foerster aus seinem Bekanntenkreis:

Die gesamte Thematik der Konstruktion, Dekonstruktion und dem Perspektivenwechsel spiegelt sich auch im Leitbild unserer Hochschule wieder. Das ist für mich persönlich ein sehr wichtiger Anreiz, als begeisterter Botschafter dieser Hochschule zu agieren.

5 comments Write a comment

  1. Komplexität scheint in einigen wissenschaftlichen Metageschichten dieselbe Aufgabe zu haben, die v. Foerster den Teilchen zu geordnet hat.

  2. Prof. Dr. Lutz Becker

    Heinz von Foersters ethischer Imperativ verstehen viele von uns auch als Imperativ für die Lehre und Forschung an unserer Hochschule: “Handle stets so, dass die Anzahl der Möglichkeiten wächst.”

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