Meine PONS-Korrekturen

Liebe Frau Pelzer,

ich habe mich, wie so viele andere Blogger auch, sehr über Ihre persönliche Nachricht in Form eines Schulheftes, meines korrigierten Blogeintrages und ihrer personalisierten Videobotschaft gefreut.

schulheft

Sie haben da ganze Arbeit geleistet (mit Unterstützung ihrer Berater und kreativen Köpfe) und endlich hat ein Unternehmen mal begriffen, wie man die Herzen von Menschen (ich sage bewusst nicht “Blogger”) gewinnen kann.

Da Sie sich ja sehr offen zu einem Dialog bekennen und auch Feedback auf der entsprechenden Seite zu Ihrem neuen kostenlosen Suchdienst eingefordert wird, habe ich mir erlaubt ebenfalls einen kleinen Korrekturgang mit Rotstift zu machen. Natürlich bin ich als Nerd, Anhänger der papierlosen Gesellschaft. Daher erhalten Sie von mir die Korrekturen als JPG bw. per Mail als PDF.


korrekturen5

Ich weiß ja, dass sich Ihr Angebot über Werbung finanziert bzw. finanzieren muss. Aber vielleicht gehen Sie ja noch einmal in sich und machen sich ein paar Gedanken, ob Sie nicht auch eher innovative Geschäfts- und Werbemodelle implementieren möchten, wenn Sie schon so vorausdenkend Ihre Zielgruppe ansprechen. Denken Sie an Google, nutzen Sie aber vielleicht nicht deren Werbemodell. Aber vor allem vergessen Sie nicht Ihre eigenen starken Produkte. Vernetzen Sie diese wesentlich stärker und erhöhen Sie somit die Relevanz der Werbebotschaften. Aber am meisten würde ich Sie dazu auffordern, den Spaß an der Bedienung Ihrer Seite zu erhöhen. Der sogenannte “Joy of Use” bzw. “Ease of Use” ist momentan einfach nicht gegeben. Sie können dann noch so viel Werbebanner schalten, aber wenn am Ende niemand mehr pons.eu benutzen will, weil es zu sperrig, überladen oder werbeversaut ist, trägt das nicht gerade zu einem Erfolg bei.

Ich hoffe, Sie verstehen meinen Blogartikel nicht nur als rein typische “Bloggermotze”, sondern Sie entdecken auch zwischen den Zeilen, die konstruktiven Ansätze, die wir gerne in einem persönlichen Gespräch vertiefen können.

Liebe Grüße
Patrick Breitenbach

PS: Wir würden uns natürlich riesig freuen, wenn der Begriff “Stoff-Bulimie” sowohl Einzug in den deutschen Sprachgebrauch, als auch in Ihre fabelhaften Nachschlagewerke erhält. Print never dies!

6 comments Write a comment

  1. Lieber Patrick Breitenbach,

    Bloggermotze ist Ihr Kommentar sicher nicht, denn Sie haben ja genau das getan, worum wir Sie gebeten haben – die Seite getestet.
    Vielen Dank dafür – und vor allem für Ihre Lösungsansätze, die wir sicher diskutieren werden.
    Wir sind übrigens dabei, die Werbung auf http://www.pons.eu so zu optimieren, dass sie die Seite finanziert, ohne die User in ihrer Recherche grob zu stören.

    Viele Grüße
    Anne Pelzer

  2. Liebe Frau Pelzer,

    es freut mich sehr, dass sie das Feedback wahrnehmen und als Anregung verstehen. ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihrem Vorhaben.

    Beste Grüße
    Patrick Breitenbach

  3. Prof. Dr. Andreas P. Müller

    … nur kurz zu Worteinträgen im Lexikon .. “Joy of Use” erinnert mich an “Funktionslust”, http://www.funktionslust.de/, und an die Grundlagen des Funktionierens von Sprache noch vor Blogzeiten … Karl Bühler 1918, vgl. http://www.psychologie.tu-dresden.de/buehler/buehler.htm, Grundlage auch von Friedrich Schulz von Thun’s Vierohrenmodell … und gedanklich von Jean Baudrillards Theorie – was ist wirklich jenseits des medialen und sinngesteuerten Wahrnehmens: “Warum ist nicht alles schon verschwunden?” … in der Funktionslust verbirgt sich Enthusiasmus und Entdeckergeist, eigentlich ein guter Lernansatz, auch didaktisch, ich meine, wir haben an der Karlshochschule davon bereits etwas verwirklicht … sorry für die etwas wirren Gedanken … gerne im Gespräch auch sortierter …

  4. Patrick Breitenbach

    Hallo Andreas,

    danke für die spannenden philosophischen und psychoanalytischen Querverweise. In der Tat geht es für mich im “Joy of Use” um das intuitive Bedienen von etwas. Intuitiv bedeutet für mich wiederum entdeckerisch handeln, das wiederum setzt für mich Freude am Entdecken voraus. Wenn ich also überladen und überfordert werde und Dinge vor die Nase gesetzt bekomme, erziele ich dadurch wahrscheinlich das Gegenteil. Mir wird die Lust am Entdecken, am Bedienen etc. genommen. Bevormundung aber auch Überforderung schimmern dann durch. Über ein vertiefendes Gespräch würde ich mich freuen, zumal Blogs, Internet nicht im mindesten von “vorzeitlichen” Gedanken entfernt sind. Im Grunde geht es ja um Aufklärung, Vernetzung und Archivierung von Wissen und Gedanken und letztendlich der Zusammenführung der menschlichen wahrnehmbaren Kulturen. Für mich die spannendsten Aspekte dieses “Mediums” (was ja für mich kein wirkliches Medium mehr ist, sondern reiner Kontext)

  5. Pingback: PONS-Korrekturen II « Karlshochschule International University

  6. Leider können viele Personen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht richtig Deutsch schreiben und lesen. Eine Umfrage bzw. ein Test ergab dass ca. 10 % der gesamten Bevölkerung davon betroffen sind. Hier sollen die Wörterbücher von Pons als hilfreiches Instrument Abhilfe schaffen. Diese sind kostenlos in vielen Sprachen online verfügbar. Würde mich über einen Themen-relevanten Kommentar von Euch auf meiner Seite pons-uebersetzer.de freuen.
    Alles Gute Euer Roberto

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