Informationsverarbeitung in Institutionen – ein Fallvergleich

In den letzten Tagen konnten wir an zwei Fällen beobachten, wie das Bekanntwerden latenter Probleme in unterschiedlichen Institutionen, spezielle in finanzmarktorientierten und politisch geprägt Unternehmen, verarbeitet wird. Im einen Fall hat die US-Bank JP Morgan nach derzeitigem Stand 2 Mrd. US-$ durch CDS-Spekulationen verloren, im anderen Fall der Flughafen Berlin Brandenburg seine Inbetriebnahme auf momentan unbestimmte Zeit verschoben.
Gemeinsam ist beiden Fällen, dass den Beteiligten (ich gehöre nicht dazu) die Probleme seit einiger Zeit bekannt waren. Im Fall JP Morgan (…)

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Clemens Werkmeister am 14.05.2012 | Kommentare (2)

“Learning by Playing” – Gamification in der Lehre

Spielen erzeugt eine eigene Wirklichkeit: die der Möglichkeiten.
Natias Neutert: 1971
Handle stets so, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten größer wird!
Heinz von Foerster – Ethischer Imperativ
Wenn es ein “Buzzword” gibt, das die letzten Jahre immer wieder in bestimmten Zusammenhängen auftauchte, dann war es sicherlich “Gamification” (…). Doch wie bei etlichen anderen Buzzwords auch gilt: Oftmals steckt im Kern auch etwas Substanzielles. So glaube ich, dass auch in “Gamification” jede Menge Potenzial steckt um das eine oder andere

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Patrick Breitenbach am 14.05.2012 | Kommentare (3)

Gehet hin und beflauscht euch! – Warum wir eine neue Haltung brauchen

Verunreinige Treppenhäuser, Korridore, Kleiderschränke oder Wandbehänge nicht mit Urin oder anderem Schmutz. Erleichtere dich nicht vor Damen oder vor den Türen oder Fenstern der Kammern bei Hofe. (…) Wenn dir auf dem Bettlaken etwas Abstoßendes begegnet, wende dich nicht an deinen Bettgenossen, um es ihm zu zeigen, und halte das stinkende Ding nicht in die Höhe, damit der andere es riecht und sagt: “Ich wüsste gern, wie sehr das Stinkt.”

Erasmus von Rotterdam: “Über den Anstand der Sitten von Knaben”, (…)

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Patrick Breitenbach am 8.05.2012 | Kommentare (10)

Ist “immer mehr” eine anthropologische Konstante?

Es ist sicher keine ganz neue Erkenntnis, dass die Ökonomie ein Ergebnis zivilisatorischer Entwicklung und ein Kulturphänomen und kein naturgesetzliches Gebilde im Newton’schen Sinne ist. Angesichts der Krisen der letzten Jahre und ganz aktuell mit Tomáš Sedláceks Bestseller “Die Ökonomie von Gut und Böse” [2012 bei Hanser in München erschienen] ist das Interesse an der rekursiven Beziehung von Kultur und Ökonomie zunehmend in den Mittelpunkt des öffentlichen und wissenschaftlichen Interesses gerückt.
Die Oldenburger Forschungsgruppe “FUGO – Forschungsgruppe Unternehmen und (…)

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Prof. Dr. Lutz Becker am 30.04.2012 | Kommentieren

Die Lautsprecher und ihre Verstärker – Eine Replik an die Shitstormthese von Miriam Meckel

Miriam Meckel, Professorin für Kommunikationswissenschaft der Universität St. Gallen, formulierte in der NZZ einen Beitrag (…), der die derzeitige öffentliche Debattenkultur beleuchten und analysieren soll. Ihre These lautet sehr vereinfacht formuliert: Wer am lautesten schreit, bekommt heute die größte mediale Aufmerksamkeit. Dieser kaskadierende Zustand führe aber langfristig zu einer Spirale der verstörenden Debattenkultur, die letztlich nicht ausreicht um vernünftige Konsenslösungen in einer demokratischen, pluralistischen Gesellschaft zu entwickeln. Die Form der marktschreierischen Aufmerksamkeitsgewinnung färbt also auch auf den Inhalt selbst

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Patrick Breitenbach am 26.04.2012 | Kommentare (16)

“Schluss mit Welpenschutz!” – Die Piraten und ihre empörten Eltern

Die Piraten standen lange Zeit unter einem seltsamen Welpenschutz. Sogar ihre direkte Konkurrenz konnte man dabei beobachten wie sie mit den neuen Tierchen im Revier ausgiebig und öffentlich rumschmusten (…), vielleicht in der Hoffnung, dass diese Zärtlichkeit irgendwann auch auf Gegenliebe stößt. Das Liebkosen ging trotz paralleler Pinkelei auf dem heimischen Wohnzimmerteppich eine Weile munter weiter, doch irgendwann wuchsen diese knuffigen, kleinen Tiere schnell heran. Viel zu schnell. Ihre Tapsigkeit indes blieb ihnen erhalten, nur wirkte das nun nicht mehr

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Patrick Breitenbach am 24.04.2012 | Kommentare (2)

Warum das Internet bedrohlich ist? Weil es von Mikrofundamentalisten bedient wird!

Das Geschrei der Feinde macht mich verstört; mir ist angst, weil mich die Frevler bedrängen. Sie überhäufen mich mit Unheil und befehden mich voller Grimm. Mir bebt das Herz in der Brust; mich überfielen die Schrecken des Todes. Furcht und Zittern erfassten mich; ich schauderte vor Entsetzen.
Psalm 55,4-6
Das Internet. Das Internet macht Angst. Das Internet ist bedrohlich, rechtsfrei, unkontrollierbar UND schlecht in Grammatik.
Menschenskinder, dieses vermaledeite Internet!
Wie eine Technologie doch für Ärger und Wohlgefallen sorgen kann und (…)

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Patrick Breitenbach am 20.04.2012 | Kommentare (8)

Coworking Space? Nein Danke!

Es war die Giesserei Hammesfahr & Kratz, die es als erstes traf: Am 16./17. März 1848 rotteten Solinger Arbeiter (so wohl auch ein Urahn des Verfassers als einer der Rädelsführer) zum Sturm auf die verhassten Gießereien. Der auslösende Funke war die Konkurrenz der billigen, industriell produzierenden Gießereien, doch tiefere Ursache dürften die Verwerfungen gewesen sein, die durch das von Friedrich Engels so genannte “Truck-System” ausgelöst hatte: „Truck heißt bei den Arbeitern das Bezahlen des Lohns in Waren, und dieser Zahlmodus (…)

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Prof. Dr. Lutz Becker am 17.04.2012 | Kommentare (15)

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